Tag der Nachwuchsgewinnung 2013

Tag der Nachwuchsgewinnung 2013 

7:45 Uhr die Brandmeldeanlage der Regelschule Geratal ertönt. Bereits nach wenigen Minuten befinden sich alle Personen vor der Schule. Doch warum wurde das Gebäude evakuiert? Eine Antwort auf diese Frage gab es auf dem Schulhof. Zu sehen war ein Foyerbrand mit einer immensen Rauchentwicklung.IMG_4634Es dauerte nicht lange, da rollten schon die beiden Fahrzeuge der Feuerwehr Geschwenda an. Es handelte sich hierbei natürlich nur um eine Brandschutzübung. Die Trupps bekamen ihre Befehle und rüsteten sich mit den erforderlichen Gerätschaften aus. Oberste Priorität hatte hier die Menschenrettung unter schweren Atemschutz.  Der Brand wurde mit zwei C-Rohren gelöscht und der Brandraum im Nachhinein mit einem Überdruckbelüfter endraucht. Die verletze Person konnte den Rettungsdienst übergeben werden und nach 20 Minuten kam der Befehl: „An alle Einsatzkräfte: Wasser halt, fertig machen zum Einsatzabbau“.

Was das Ende der Schauübung bedeutete, war der Anfang für einen Projekttag für die 5. Klasse. In einer kurzen theoretischen Einführung wurde ihnen die Aufgaben der Feuerwehr wie das Retten, Löschen, Bergen und Schützen erklärt; die verschiedenen Brandklassen und ihre Löschmittel; der Brandverlauf in einen Raum und die Voraussetzung für eine Brandentstehung, aber auch wie man sich in einem Brandfall richtig verhält näher gebracht. Danach wurde die Klasse in drei Kleingruppen aufgeteilt. Diese mussten jeweils an drei Stationen ihr feuerwehrtechnisches Wissen unter Beweis stellen. Beispielsweise gab es ein Puzzle über die richtige Anwendung vonk-DSCN4443 Feuerlöschern; ein Labyrinth, wo die fünf W-Fragen versteckt waren; ein Quiz  und ein Lückentext ausgefüllt und typische Symbole wie beispielsweise die des Fluchtweges oder des Sammelplatzes identifiziert werden mussten. Die Schnitzeljagd diente dazu, im Ernstfall, keine Zeit für die Suche nach Feuerlöschern und den Knöpfen für die Brandmeldeanlage zu verlieren.

Später in der Praxis galt es das Gelernte anzuwenden und zu festigen. Hier wurde eine Fettexplosion vorgeführt, um zu verdeutlichen, dass man einen Fettbrand nie mit Wasser löschen darf. Der Umgang mit einem Feuerlöscher erlernt, sowie durch eine Simulationsbox der Brandverlauf in einen Raum nachgestellt. Hierbei hatte es die Wärmebildkamera den 5. Klässlern angetan. Als spielerische Komponente wurden das Dosenschießen mit einer Kübelspritze und das Zielschießen auf ein Feuerwehrmännchen angeboten. Den Abschluss in Geraberg bildete eine brennende Person die abgelöscht werden musste. Nun galt es die verwendeten Gerätschaften zusammenzupacken und die 5. Klässler nach Geschwenda in das Gerätehaus zu transportieren. Hierbei hat uns die k-DSCN4477Frauengruppe Geratal e.V. mit ihren Transporter  unterstützt. Angekommen in Geschwenda, gab es eine wohl verdiente Mittagspause, mit Wiener Würsten und Toastbrot. Dieses wurde von unseren Jugendfeuerwehrwart Michael Hartmann gesponsert. Frisch gestärkt gingen die Schülerinnen und Schüler in den Stationsbetrieb. Hier wurden die Themen Fahrzeugkunde, Knoten und Bunde sowie die Grundlagen der Ersten Hilfe abgedeckt.Bei den Abschlussgesprächen mit den 5ern war durchweg eine positive Resonanz zu verzeichnen. Den Tagesabschluss bildete die Vergabe der Ausbildungsmappen, bevor die Kinder wieder nach Geraberg gefahren wurden. Diese beinhalteten jeweils ein Zertifikat, zwei Informationsblätter für das Verhalten im Brandfall und den richtigen Umgang mit einem Feuerlöscher sowie die ausgefüllten Arbeitsblätter von der Stationsarbeit.

Dieser Tag hat uns wieder einmal gezeigt, wie wichtig die Arbeit der Brandschutzerziehung ist, um Gefahren vorzubeugen aber auch um im Ernstfall richtig handeln zu können. Vor allem haben wir diesen Tag k-DSCN4437durchgeführt um ihn als Praxisteil für unsere 10. Klasse Projektarbeit zu nutzen. Bedanken wollen wir uns bei der Feuerwehr Frankenhain für das Feuerwehrmännchen, bei der Feuerwehr Gehren für den  Hitzeschutzanzug und die Vorrichtung für die Fettexplosion, bei der Feuerwehr Geschwenda für die Bereitstellung der Technik und des Gerätehauses sowie bei Christian Schrade, Patrick und Michael Hartmann  und Anne-Kathrin und Jens Weiß für die tatkräftige Unterstützung.

 

Alexander, Mathieu und Kevin

 

Aktuelle Artikel